Newsletter April 2018

Moleküle der Gefühle

Im NLP gehören Gefühle und Emotionen bei fast allen Instrumenten und Techniken zum „Material“, mit dem wir arbeiten. Ob es um das Erreichen von Zielen, das Lösen von Problemen oder das Aufbauen von Ressourcen geht, stets spielen die Gefühle und Emotionen rund um das jeweilige Thema eine wichtige Rolle.

Was geschieht dabei eigentlich auf der physikalisch-chemischen Seite in unserem Körper?

Das Gehirn produziert die verschiedensten Neuropeptide, z. B. viele Arten von Endorphinen. Für alle diese Neuropeptide gibt es an den Zellwänden auch entsprechende Rezeptoren, an die diese Neuropeptide andocken können. Sobald das geschieht, fühlen wir eine bestimmte Emotion. Jede Emotion besitzt ihr eigenes Neuropeptid. Die Neuropeptide mit ihren Rezeptoren können also als „Moleküle der Emotionen“ gesehen werden.

Bestimmte äußere Reize bzw. Erfahrungen aktivieren die Ausschüttung  der Neuropeptide. Geschieht das häufig, kann unser Verlangen nach diesen körpereigenen Endorphinen immer mehr anwachsen. Auf der körperlich-materiellen Ebene entsteht der Drang, bestimmte Gefühle immer wieder erleben zu wollen. Je intensiver diese Gefühle sind, desto attraktiver sind sie meist für uns. Das gilt sogar für „negative“, unangenehme Gefühle. Auch ihre Intensität hat etwas Verführerisches, im Wirbel dieser Energien fließt Dynamik und Bedeutsamkeit in unser Leben.

Es leuchtet daher auch aus der körperlich-materiellen Sicht ein, dass es nicht immer leicht fällt, ein vertrautes, liebgewonnenes emotionales Muster loszulassen. Manchmal braucht es (auch mit Hilfe von NLP!) einiges an Geduld und Beharrlichkeit, um in ein neues Fahrwasser zu gelangen.