Newsletter Oktober 2020

Von wo kommst Du?

Manchmal wundern wir uns im Nachhinein, warum wir in einer bestimmten Situation so gehandelt haben, wie er es eben getan haben. Und nicht so, wie wir es gerne getan hätten. Oder wie wir selbst es von uns eigentlich erwartet hätten, wie es unserem Bild von uns selbst entsprochen hätte. Vielleicht waren wir beleidigend, ungeduldig oder feige. Oftmals hadern wir dann mit uns und können nicht verstehen, was in uns gefahren ist.

Hin und wieder kann auch das Umgekehrte geschehen: Wir sind von uns selbst im Positiven überrascht, wir stellen fest, dass wir vielleicht mutiger, freundlicher oder großzügiger gehandelt hatten, als wir uns selber eingeschätzt hätten. Auch in diesen Fällen wundern wir uns, wie es dazu gekommen ist.

Neale D. Walsch verwendet in seinen Schriften das Konzept des „stiftenden Gedankens“. Dahinter steckt die Einsicht, dass unser Handeln letztlich stets aus dem entsteht, was wir denken. Es ist immer ein Gedanke, der uns zum Handeln anstiftet. Dieser stiftende Gedanke kann entweder vom Ort der Liebe oder vom Ort der Angst herkommen.

Befinden wir uns innerlich am Ort der Angst, werden auch unsere Gedanken diese Qualität in sich tragen. Die Gedanken werden dann auch unser Handeln infizieren. Misstrauen, Kontrolle, Zweifel und Distanz sind die Resultate.

Kommen wir hingegen innerlich vom Ort der Liebe, wird unser Denken das ebenfalls widerspiegeln. Unser Handeln wird dann wie von selbst geprägt sein von Eigenschaften wie z.B. Vertrauen, Akzeptanz, Freude und Fairness.

Wenn wir in uns gehen, in uns hinein schauen, hören und spüren, können wir erkennen, dass uns diese beiden Orte, die Angst und die Liebe, längst bekannt und vertraut sind. Wenn wir aufmerksam sind, können wir sehr leicht feststellen, wo wir uns gerade befinden und von wo aus wir gerade der Welt begegnen.

Dann haben wir eine Wahl. Es liegt dann bei uns, ob wir innehalten und die Verantwortung für unseren inneren Raum übernehmen. Wenn wir wollen, können wir uns mit Instrumenten des NLP dabei unterstützen, den gewünschten inneren Ort anzusteuern. Über unseren Körper, unseren Atem, unser Denken und unsere Gefühle, unseren emotionalen inneren Zustand.

Vielleicht sind wir dann irgendwann überrascht, wie oft wir von uns selbst positiv überrascht werden.