Newsletter Juli 2017

„What you resist persists!“

(„das, dem du dich widersetzt, bleibt bestehen!“)

Was ist mit dieser Aussage gemeint? Sollen wir all das Unangenehme, Störende, uns Schädigende in unserem Leben einfach geschehen lassen ohne einzugreifen? Uns z. B. von anderen Menschen verletzen lassen? Oder drohende Verluste geduldig abwarten?

Ganz und gar nicht. Das ist kein Aufruf zu duldsamer Tatenlosigkeit. Dieser Satz zielt vielmehr auf das gewohnheitsmäßige Aufrechterhalten einer inneren Haltung des Widerstands, die weit verbreitet ist. Diese innere Haltung ist eigentlich eher ein Prozess, ein beständiges inneres Agieren:

Wir produzieren Gedanken, spielen innerlich Geschichten durch, mit denen wir ständig unsere Aufmerksamkeit und Energie um das Thema unseres Widerstands kreisen lassen. Dieses mentale Kreisen reichern wir mit der passenden emotionalen „Begleitmusik“ an und erzeugen so einen intensiven, oft lange anhaltenden Erfahrungsstrom.

Wenn wir dabei achtsam sein können, stellen wir fest, dass wir uns damit nicht in Richtung innerem Frieden bewegen und auch keine Lösungen in Sicht kommen, sondern dass unser Widerstand-Leisten eher noch zunimmt: „What you resist persists!“

Lösungen können zu uns kommen, wenn wir den Widerstand beenden, indem wir vorbehaltlos akzeptieren, was gerade jetzt eben so ist, wie es ist. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass das immer leicht ist und der Schalter mühelos umgelegt werden kann. Aber erst dann kann sich der nächste Schritt zeigen. Egal ob das ein Schritt ist, der von uns eine Handlung im Außen erfordert oder ob dieser Schritt etwas ist, was wir im Inneren durchzuführen müssen.