Newsletter März 2018

Woanders ist es besser

Für viele von uns steht es außer Frage, dass es uns besser gehen würde, wenn bestimmte Umstände unseres Lebens sich ändern würden. Beispielsweise wenn wir einen anderen Job hätten. Oder einen anderen Partner. Wenn wir in einem warmen Land ein einfaches Leben im Einklang mit der Natur leben würden. Wenn wir nochmal 20 Jahre alt wären. Wenn wir reich wären und uns zur Ruhe setzen könnten. Wenn wir wieder ganz gesund und vital wären. Es gibt unendlich viele solche Bedingungen, die wir an unser Leben stellen können. Und wir sind uns ganz sicher, dass wir zufrieden und glücklich sein werden, wenn unsere Bedingungen erst erfüllt sind.

Wenn wir aber ehrlich auf unsere Erfahrungen schauen, müssen wir feststellen, dass das nur selten der Fall ist: wir bekommen den Traumjob, aber nach kurzer Zeit lässt die Begeisterung nach. Das Feuer der Leidenschaft mit dem neuen Partner lodert schon bald nur noch auf kleiner Flamme. Das einfache Leben im Einklang mit der Natur ist anstrengend und langweilig. Wenn unsere Träume in Erfüllung gehen, wenn „woanders“ da ist, stellen wir oft ernüchtert fest, dass sich dadurch für uns kaum etwas verändert hat. Es geht uns nicht besser. Wir sind weder zufriedener noch glücklicher. Und diese Erkenntnis kann den Frust sogar noch vergrößern.

Warum ist das so?

Wir nehmen uns selbst überall hin mit, auch nach „anderswo“. Mit „uns selbst“ sind unsere Überzeugungen, Muster und Konditionierungen gemeint. Aus diesen Elementen setzt sich das „Ich“ zusammen, für das wir uns halten. Dieses Ich ist sehr flexibel darin, die unterschiedlichsten Lebensumstände so zu bewerten und zu interpretieren, dass die eigenen Überzeugungen gültig bleiben. Denn die Überzeugungen über sich selbst und das Leben im Allgemeinen erschaffen ja gerade seine Existenz. Die Identität des Ich schützt sich so also selbst.

Wenn wir also wirklich woanders hinkommen wollen, wo es besser ist, müssen wir den Weg nach innen wählen. Wir müssen uns mit unseren Überzeugungen, Mustern und Konditionierungen befassen. Das NLP-Modell bietet uns hierfür eine Fülle von Instrumenten.

Wir können auch gleich hier und jetzt anfangen:

Zunächst schauen wir uns das „woanders“ genau an und machen uns bewusst, was genau wir hier zu erfahren hoffen. Welche Qualität, welches Gefühl bietet uns „woanders“? Wenn wir das herausgefunden haben, schauen wir auf unser Leben, so wie es jetzt ist. Wo erleben wir diese Qualität, dieses Gefühl jetzt schon? Wo ist „woanders“ schon jetzt in unserem Leben präsent?

Dann kann es passieren, dass wir feststellen, dass „anderswo“ irgendwie immer schon da gewesen ist.