Newsletter Oktober 2017

Die Praxis der Resonanz

In der Physik bezeichnet Resonanz die Eigenschaft von Systemen, von einer externen Schwingungsquelle zum Mitschwingen angeregt werden zu können. Je ähnlicher die ausgesandten Frequenzen der Eigenschwingung des angeregten Systems sind, desto besser funktioniert das.

Beim Kontakt zwischen Menschen wirkt dieses Prinzip ebenfalls. Wir sind dabei gleichzeitig Sender und Empfänger. Das, was wir aussenden, wird von unserem Gegenüber empfangen. Umgekehrt empfangen wir fortlaufend die Aussendungen der Anderen. Wir alle sind ständig „auf Sendung“ und „auf Empfang“ und wirken so aufeinander ein. Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht.

Wir senden auf vielen verschiedenen Frequenzen. Schon allein unser Körper hat ein großes Spektrum an Möglichkeiten zur Verfügung: Haltung, Bewegungen, Körperspannung, Mimik, Stimmhöhe und –farbe und vieles mehr. Auch unsere Emotionen und Gedanken können wir als bestimmte Frequenzen verstehen, die wir aussenden.

Über unsere Sinne empfangen wir all diese Signale. Offenbar sind sogar die Fähigkeiten in uns angelegt, Emotionen und Gedanken auffangen zu können. Die meisten von uns haben jedenfalls schon Erfahrungen gemacht, die diesen Schluss nahelegen.

Im NLP beschäftigen wir uns intensiv mit Wahrnehmung und Achtsamkeit. Wir können das Prinzip der Resonanz nutzen, indem wir uns zwischendurch immer wieder mal daran erinnern, dass wir stets zugleich als Sender und als Empfänger wirken.

  • Auf welchen Kanälen senden wir gerade?
  • Was senden wir da gerade aus, über unseren Körper, unsere Emotionen und Gedanken?
  • Ist es auch tatsächlich das, was wir senden wollen?
  • Was empfangen wir gerade?
  • Wie (über welche Sinne) werden wir uns dessen bewusst?
  • Was macht das mit uns? Und wollen wir das auch so?